Hochwasser Thüringen

Das Hochwasser hat Thüringen erreicht

Auch 2011 wurde Thüringen wieder vom Hochwasser und den Überschwemmungen heimgesucht. Bedingt durch die Schneeschmelze stiegen die Pegel von Werra, Saale und Ilm bedenklich an, sodass die zweithöchste Warnstufe ausgerufen wurde. Wieder entstanden Sachschäden in Millionenhöhe und dieses Mal gab es auch mindestens einen Toten zu beklagen.

Die Menschen haben sich auf das Hochwasser eingestellt und ihr Hab und Gut so gut es geht in Sicherheit gebracht. Viele Hundert Sandsäcke kamen für die Sicherung der Häuser und Geschäfte zum Einsatz. Mitarbeiter der Feuerwehren sowie des THW und anderer Hilfsorganisationen waren rund um die Uhr im Einsatz. Das galt auch für die Rettungsdienste des Gebietes.

In Thüringen standen viele Orte unter Wasser
In Weimar stand das Wasser ziemlich hoch. Sogar der Ilmpark, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wurde fast völlig überschwemmt. Die Wege im Park waren unpassierbar. Ein Autofahrer, der mit seinem Fahrzeug auf der B86 fuhr, wurde von den Fluten mitgerissen. Der Fahrer wurde nicht gefunden und es wurde davon ausgegangen, dass er die Fluten nicht überlebt hat. Die B86 wurde gesperrt. In Städten wie Erfurt, Sömmerda und auch im Landkreis Altenburger Land waren die Rettungsdienste, Feuerwehren und Polizei sowie das THW und freiwillige Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern.

Besonders betroffen waren Ebenshausen und Frankenroda, die im nördlichen Teil Thüringens liegen. Die Werra hatte dort die Straßen überflutet und die Keller der Häuser erreicht. Dort stand das Wasser bis zur Decke und bei einigen Häusern noch höher. Einige Häuser waren nur noch mit Schlauchbooten erreichbar. Viele Straßen zwischen Mihla und Creuzburg wurden gesperrt. In Bad Salzungen im Wartburgkreis überflutete die Werra Wohnhäuser, sodass die Anwohner evakuiert werden mussten. Die Altstadt wurde komplett überschwemmt.

Maßnahmen für den Fall von Überschwemmungen
Die Landesregierung von Thüringen hat es geschafft, durch ein Einsatzprotokollsystem Informationen, Ereignisse und Lageentwicklung schnell und unbürokratisch an die Einsatzkräfte im ganzen Bundesland weiterzugeben. Dadurch konnten die Einsätze untereinander abgestimmt werden. Auch die Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren waren noch in der Lage, das Schmelzwasser aufnehmen zu können. Für Thüringen zeichnete sich ab 10. Januar 2011 eine leichte Entspannung ab. Es war nicht damit zu rechnen, dass die Flüsse weiter anschwellen und es zu weiteren Überschwemmungen kommen würde. Doch steigende Temperaturen und neue Regenfälle hätten eine zweite Flut auslösen können, vor allen Dingen dann, wenn diese Komponenten in den Höhenlagen des Thüringer Waldes vorkommen würden. Doch in der zweiten Januarwoche wurde die Hochwasserwarnstufe von 2 auf 3, zumindest an der Ilm und der Unstrut, gesenkt.