Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat es Wertheim am Schlimmsten getroffen

Die Hochwasserkatastrophe im Jahre 2010 ist noch gar nicht so lange her. In Baden-Württemberg waren einige Städte und Gemeinden buchstäblich “Land unter”. Neckar und Main führten im Herbst 2010 viel Wasser mit sich und so kam es in vielen Orten zu Überschwemmungen. Das Regierungspräsidium Tübingen hat am 10.11.2010 ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, dass das Hochwasserrisiko im Gebiet der Starzel stark vermindern soll. Ein rechter Nebenfluss des Neckars ist die Starzel, die eigentlich nicht sehr bekannt ist. Das kommt daher, weil die Starzel in der Regel keine Probleme bereitet. Sie fließt friedlich und gemächlich von der Europäischen Wasserscheide durch Baden-Württemberg. 2010 trat sie über die Ufer und richtete einigen Schaden an.

Wertheim ist eine hochwassererprobte Stadt
Am Schlimmsten waren die Überschwemmungen in Wertheim. Hier stieg der Main auf etwas über 5,80 Meter an. Die Folge war, dass das Gewässer aus seinem Flussbett kam und Wertheim überflutete. Sogar der Marktplatz stand über 80 cm unter Wasser. Auch betroffen war die Altstadt mit ihren vielen historischen Bauten. Noch bevor das Hochwasser abfloss, war zu sehen, dass die Schäden mehrere Millionen Euro ausmachen würden.

Die Altstadt war zu zwei Drittel überflutet. Davon waren mehr als 400 Geschäfte und mehr als 1.000 Menschen betroffen. Einsatzkräfte versorgten die Anwohner und Geschäftsleute. Hochwasserstege wurden durch die Altstadt gezogen und Boote wurden für Transport und Versorgung eingesetzt.

Der Staat verspricht den Betroffenen Hilfe
Nicht jede Stadt ist so hochwassergeprüft wie Wertheim. Wertheim hat jedes Jahr mit Überschwemmungen durch Hochwasser zu kämpfen und die Bürger nahmen den Kampf an. So wurden viele Geschäfte nicht mit Teppichboden ausgestattet, sondern mit Fliesen und die Warenständer sind mobil und können aus dem Gefahrenbereich geschafft werden. Anderenorts hat man diese Erfahrungswerte noch nicht. Durch die starken und dauerhaften Regenfälle, die 2010 auch Baden-Württemberg nicht verschonten, schwollen die Flüsse an. Betroffen waren nicht nur Wertheim und die Gebiete, die der Main durchfließt. Auch der Neckar trat über die Ufer und im Main-Tauber-Kreis wurde sich auf Hochwasser und den daraus resultierenden Überschwemmungen vorbereitet.

Im Großraum Stuttgart trat zwar der Neckar nicht über die Ufer, doch die starken Regenfälle verursachten vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Allein in Schwieberdingen stand das Wasser etwa einen Meter hoch auf den Straßen. In Gerlingen fiel der Strom aus und das Autobahnkreuz Leonberg musste teilweise gesperrt werden, weil die Überleitung zur A8 und A81 nicht befahrbar war. In Ditzingen wurde die Kläranlage überflutet und das noch nicht gereinigte Wasser wurde vermutlich in die Glems gespült.