Elbe-Urlaub & Überschwemmungen

Die Elbe führt jedes Jahr Hochwasser

Die Elbe führt viel Wasser mit sich und wenn die Zeit der Schneeschmelze kommt, kommt es fast immer zu Hochwasser in den Gebieten, durch die sich die Elbe schlängelt. Die Gefahr besteht auch bei den vielen Nebenflüssen, die auch von der Schneeschmelze betroffen sind und in der Elbe münden. Wenn dann auch noch Dauerregen hinzukommt, erreicht der Fluss meist seinen Höchststand und das Flussbett reicht für die Wassermassen nicht mehr aus. Der Fluss tritt über die Ufer und überschwemmt das angrenzende Gebiet.

Wenn Schneeschmelze und Regen zusammenkommen
Mit einem von diesen beiden Kriterien kann der Fluss Hochwasser führen, doch wenn beide zusammenkommen, gibt es meist eine Katastrophe. Im Überschwemmungsgebiet werden ganze Orte isoliert und von der Außenwelt abgeschnitten. Für die Menschen, die sich in diesen Gebieten gerade im Urlaub befinden, ist die Situation gefährlich. Sie kommen nicht aus dem Gebiet heraus und Hilfe kommt nicht in das Gebiet hinein, da die Straßen unter Wasser stehen.

Als Jahrhunderthochwasser war das Elbhochwasser im Jahre 2002 klassifiziert worden. Im Jahre 2010 war das Hochwasser nur knapp unter dem Höchststand, der im Jahre 2002 zu einer der größten Katastrophen führte. Häuser wurden überflutet, Straßen unterspült und Brücken beschädigt. Die Stromversorgung sowie die Telefonversorgung brechen in so einem Falle völlig zusammen, sodass viele Dörfer und Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten sind. Die Hilfskräfte kommen nur schwer in diese Gebiete, da die Straßen z. T. unpassierbar sind.

Deiche sollen den Fluss im Bett halten
Zwar wurden zwischenzeitlich die Deiche erneuert, verstärkt oder instand gesetzt, doch der Fluss bahnt sich seinen Weg. Durch die Arbeiten an den Deichen war das Hochwasser nicht so schlimm wie vor acht Jahren, als sogar die Semperoper unter Wasser stand und der Wassereinbruch einen Schaden von 27 Millionen Euro verursachte. Vom Wassereinbruch blieben auch die Gemäldegalerie sowie die anderen staatlichen Kunstsammlungen in Dresden nicht verschont. Der Gesamtschaden wurde auf 20 Millionen Euro beziffert. Die Deutsche Bahn musste mit einem Schaden von 1,025 Milliarden Euro klarkommen, da viele Strecken überflutet waren und die Gleisanlagen ersetzt werden mussten. Auch bei mehreren Bahnhöfen hieß es “Land unter”.

Nicht nur Sachschaden entsteht, wenn der Fluss über die Ufer tritt. Meist kommen auch Menschen zu Schaden und es gibt Verletzte oder gar Tote zu beklagen. Diese Schäden sind nicht zu ersetzen, auch nicht mit noch so viel Geld. Die Natur sucht sich ihren Weg und das gilt auch für die Flüsse. Die Elbe ist ein großer Fluss und fließt durch mehrere europäische Länder, wie durch Tschechien und Deutschland. Diesen Fluss zu bändigen, ist eine große Aufgabe.

wichtige Links:
Zuständiges Ministerium: Bundesumweltamt
Online-Kredit für Überschwemmungsopfer: www.kredit.net
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